Pfarradministrator Michael Philipp Irmer

Blick auf das Taufbecken in Sankt Ludger in Lüdinghausen
Blick auf das Taufbecken in Sankt Ludger in Lüdinghausen

Wer Durst hat, komme zu mir, und es trinke, wer an mich glaubt. Wie die Schrift sagt: Aus seinem Innern werden Ströme lebendigen Wassers fließen.

(Joh 7,37b,38)

 

So lautete der Spruch zu meiner Primiz im Jahr 1997. Er geht auf einen Impuls während einer Recollectio durch Regens Dr. Wilfried Hagemann vor der Priesterweihe zurück und verdeutlicht für mich, worauf es mir in meinem Christsein und Priestersein ankommt. Den Durst der Menschen spüren und ihnen das Wasser des Glaubens zu reichen. Durch das Wasser der Taufe ist der Durst nach Leben endgültig gestillt, doch bei vielen Menschen ist die Quelle versandet oder zugedeckt. Die Sehnsucht des Menschen aber bleibt. Ich will ihnen helfen auf die Spur dieses Wasser zu kommen, will Zeugnis ablegen für Jesus Christus und die Menschen zu ihm führen, der als einziger das Wasser des Lebens schenken kann. Ich hoffe in meiner Tätigkeit als Pfarrer von Maria Radschitz Menschen für sein Reich zu gewinnen  und ihnen zu helfen, damit sie spüren, dass Gott da ist und der Grund ihres Lebens ist.

 

Einige Daten

18.8.1968 geboren in Lüdinghausen
1988 - 1994        Studium der Theologie in Münster und Salzburg
1995 - 1996 Praktikum und Diakonat in Ahaus Sankt Marien
18.5.1997 Priesterweihe in Münster
1997- 2001 Kaplan in Emsdetten Sankt Marien
2001- 2003 Kaplan in Gronau Sankt Antonius
seit 2003 Administrator in Maríanske Radčice in Norböhmen
seit 2004 Spiritual am bischöflichen Gymnasium in Bohosudov
seit 2004 Administrator in Krupka und Bohosudov

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Inzwischen ist einige Zeit vergangen, seit ich hier in Maria Ratschitz als Pfarrer arbeite, es war eine bewegte Zeit. Vieles von den gewohnten Arbeitsweisen musste ich über den Haufen werfen und mich auf ein anderes Arbeiten einstellen. Aber im Großen und Ganzen bin ich sehr glücklich und zufrieden, dass ich meinen Dienst hier bei und mit den Menschen in Nordböhmen versehen darf. Seit dem ersten Advent feiern wir jeden Sonntag in Maríanske Radčice die sonntägliche Eucharistiefeier. Weihnachten haben wir das Fest der Geburt unseres Herrn Jesus Christus und Ostern seinen Tod und seine Auferstehung gefeiert. Das war zum ersten mal seid fast 40 Jahren der Fall. Ich habe mich sehr über die Anteilnahme gefreut. Insgesamt habe ich noch nie alleine die Messe feiern müssen. Immer sind Kinder, Jugendliche oder andere Menschen aus dem Ort oder der Umgebung da, um mitzufeiern. Das empfinde ich als sehr ermutigend. Ein besonderes Erlebnis sind die monatlichen Wallfahrten, zu denen sich manchmal bis zu 120 Menschen in der Kirche versammeln. Ich glaube und hoffe, dass wir auf einem guten Weg sind, der die Menschen hier mit Gott in Verbindung bringen will. So werde ich nicht müde und versuche mit vielen Helfern das Projekt zu verwirklichen, damit die Menschen spüren können, dass Gott da ist.